Montag, 27. August 2018

Humaner Strafvollzug? Geht nicht...Entweder human oder Knast.... Gefängniszellen der strafenden Gesellschaft (Teil 4 von 4)




Ein Gesellschaftssystem, das sich in seinen täglichen Handlungen human verhält, baut keine Knäste.




Ein Knastsystem, das sich wiederum humanitär erpressen oder verändern lässt, braucht nicht abgeschafft zu werden. 



 

"Meine traurige Routine besteht jeden Tag aus unendlichen Träumen von Freiheit und Gerechtigkeit! Geduldig wartet mein Geist, tanzt, wächst und rebelliert.." (Miguel Peralta Betanzos)



                           25. Staatsgefängnis San Quentin , San Quentin, Kalifornien 



San Quentin State Prison ist das älteste Gefängnis in Kalifornien (1852 eröffnet). Es ist eine Hochsicherheitseinrichtung, die einst Charles Manson beherbergte. In Kalifornien zum Tode verurteilte Männer müssen (mit einigen Ausnahmen) in San Quentin festgehalten werden.

Es ist der grösste Todestrakt in den USA und wurde mal das "bevölkerungsreichste Hinrichtungsvorzimmer (Nord)-Amerikas" genannt.






Im April 2018 befanden sich 764 Todeskandidaten in San Quentin.










26. Schuldnergefängnis Raimundo Vidal Pessoa in Manaus, Brasilien




In diesem Gefängnis kommt es - wie in vielen Gefängnissen Brasiliens - zu regelmässigen Aufständen, die brutalst niedergeschlagen werden.
 2017 wurden 4 Gefangene hier erschossen, ein Teil  in andere Gefängnisse der Stadt "transferiert", dutzende dort getötet.



"Schuldnerhaft" widerspricht eigentlich der Amerikanischen Menschenrechtskonvention von 1969, die auch von Brasilien unterschrieben wurde. Doch sie haben Lücken geschaffen, wie z.B. die "Nichterfüllung von Unterhaltspflichten" oder das "absichtliche und unentschuldigte "untreue Verwahren".. also: Diebstahl.... ein Praxis, die nur die Armen trifft....




                                       27.  Stadtgefängnis Quezon, Quezon City, Philippinen




Im Gefängnis von Quezon City in Manila, der Hauptstadt der Philippinen, gibt es einen unerbittlichen und ständigen Kampf um Raum, Wasser und Nahrung - bei 160 bis 200 Insassen, die in eine nur für 20 Personen gebaute Zelle gepfercht sind, schlafen Männer abwechselnd auf dem rissigen Zementboden eines Freiluft-Basketballplatzes, Treppenstufen, unter Betten und in dreckigen Hängematten aus alten Decken.





Es kommt auch dort zu Aufständen, der bisher letzte im Februar diesen Jahres.




                                       


                                       28."Bürger"gefängnis in Arcahaie, Haiti 




Auch das Gefängnis in der  Küstenstadt Arcahaie ist überfüllt. Im Jahr 2016 entkamen 174 Insassen bei einem Aufstand, bei dem ein Wachmann getötet und andere verletzt wurden.






                                             

                                    29. Gefängnis Maula, Lilongwe, Malawi




Hier werden wurden etwa 200 Menschen in eine 60-Personen-Zelle gepfercht.
 Viele der Gefangenen sind Flüchtlinge aus Äthiopien, die sich mit 120 Personen eine Toilette teilen, ein Wasserhahn für 900 Personen. Die malawische Regierung gibt nur ein winziges Budget für den Knast frei - d.h. einmal am Tag gibt es so etwas wie Essen - Maisbrei mit Bohnen. "Nsima" .. mit Wasser gestreckt.
 Um "Unruhen" zu vermeiden, ist der eigentlich Höhepunkt für die gefangenen Männer das Fussballspielen, für die Frauen Basketball.




                                 30. Gefängnis in Ciudad Barrios, San Miguel, El Salvador





Diese Zellen sind nur 12 Fuß breit und 15 Fuß groß, und sie sind in der Regel mit über 30 Personen gefüllt. Ursprünglich als Überführungsknast gedacht, sind viele der Gefangenen schon mehr als ein Jahr drin. Die meiste Zeit verbringen sie damit, aus den Fäden ihrer Kleider Hängematten zu nähen, die dann in den Käfigen mit Holzschnüre übereinander befestigt werden
Die meisten ja fast alle der Gefangenen gehören wohl zur Gang "Mara Salavtrucha" (= sowas wie "wachsame Salvadorianische Gang"...



In dem Film "Sin Nombre" spielen Gangmitglieder von "Mara Salavtrucha" sich selbst....



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“Sometimes I think this whole world
Is one big prison yard.
Some of us are prisoners
The rest of us are guards.”
- Bob Dylan

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